SINUS~TON
9. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
25. - 28. Oktober 2018 | Magdeburg




Interpreten



 

Peter Pichler, Trautonium

Peter Pichler ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Kunstformen. 1980 erschien die erste Schallplatten-veröffentlichung der Punkband CONDOM. Das Nachfolgeprojekt NO GOODS nahm das Münchner Trikontlabel unter Vertrag. Im Rahmen der musikalischen Auseinandersetzung entstanden erste Kontakte zur freien Münchner Theater- und Performanceszene (u.a. Rabe Perplexum). Daran anschließend erste Film- und Fernsehprojekte, außerdem Auftritte als Straßenmusiker, Multimediaprojekte u.a. an der Kunstakademie und Praterinsel. Erste eigene Filmprojekte mit „München-Rimini-Sendling“, Agit-Prop Performances in der Münchner Fußgängerzone, musikalische Zusammenarbeit mit Funny van Dannen, Hans Söllner. Zahlreiche Arbeiten als Komponist, musikalischer Dramaturg und darstellender Musiker bei verschiedenen freien und öffentlichen Theaterinszenierungen, u.a. an den Münchner Kammerspielen; zuletzt in 2017 Mitwirkung mit dem Mixturtrautonium im Sounddesign der Produktion "Die Selbstmord-Schwestern" in der Inszenierung von Susanne Kennedy, sowie musikalische Vertonung des Hörstücks "Das Theater muss durch Tränen gehen" vom Deutschlandfunk (Ursendung: 3.9.2017).

Aktuell Pichler spielt klassische Konzerte mit Trautonium und Film-Livevertonungen. Vor Kurzem erschien Pichlers erste Trautonium CD mit zum Teil unveröffentlichten Trautonium Werken von Harald Genzmer in Kooperation mit der Genzmer Stiftung.

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Ensemble Cairn

Cairn – zu deutsch Steinmännchen – sind kleine Türmchen aus Steinen, denen man oft in den Bergen begegnet. Sie laden jeden Spaziergänger dazu ein, ein Steinchen dazu zu legen. Dies war vermutlich auch unser Wunsch: die Zuhörer auf eine Hörreise einzuladen auf denen ihnen nicht nur unterschiedliche Stücke, sondern quasi objektartig zusammengesetzte Programme begegenen, die in sich “durchkomponiert” sind.

Das Ensemble Cairn wurde 1998 von dem französischen Komponisten Jérôme Combier (künstlerische Leitung) und dem Dirigenten Guillaume Bourgogne begründet. Seitdem hat es sich zu einem renommierten Spitzenensemble entwickelt, dass sowohl als Solistenformation wie auch mit Dirigent Konzerte präsentiert, die oft auf benachbarte Genres wie Jazz, Improvisation, und traditionelle Musik, oder andere Disziplinen wie bildende Kunst, Fotographie und Video Bezug nehmen.

Cairn ist in der Régio-Centre Val de Loire angesiedelt und ist aktuell das „in residence“ Ensemble am Nationaltheater in Orléans. Als national und international tätiges Ensemble, erhält es Unterstützung des regionalen Kultusministeriums. Residenzen, Engagements und Auftritte in Royaumont, bei Manifeste (IRCAM), Musica (Strasbourg), Archipel (Genf), Festival d’Automne in Paris, Tage für Neue Musik (Zürich), Darmstädter Ferienkurse, Borealis (Norwegen), und an der Villa Médicis in Rom.

Viele Uraufführungen, von Komponisten wie Gérad Pesson, Tristan Murail, Philippe Leroux, Thierry Blondeau, Jean-Luc Hervé, Francesco Filidei, sowie CD Einspielungen mit Werken von u.a. Thierry Blondeau (Aeon), Oliver Schneller (Wergo) und Combiers eigenem Zyklus Vies silencieuses, wofür das Ensemble den Grand Prix du Disque de l’Académie Charles Cros erhielt.

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Ensemble Hein Schick Schultze Watanabe

Dieses neue Quartett vereint Musiker unterschiedlicher Generationen und aus zwei unterschiedlichen und wichtigen Musikmetropolen in Deutschland: Köln und Berlin. Die vier Musiker kommen aus sehr verschiedenen stilistischen Backgrounds wie Jazz, Neue Musik, Neue Improvisation (Echtzeitmusik) oder Noise. Was sie vereint ist eine große Neugier für sowohl komponierte wie auch improvisierte Musik sowie eine große Virtuosität und Sensibilität für ihr jeweiliges Instrument. Jede(r) der vier Musiker hat sich auf seinem Instrument extrem spezialisiert und eine sehr eigene Klangsprache entwickelt. Dies betrifft vor allem die große Flexibilität der einzelnen Spieler sowie ein profundes Wissen im Bereich „extended techniques“. Alle vier sind in eine Vielzahl von Projekten und Ensembles eingebunden und bringen ein breite Erfahrung und Spielpraxis in dieses Projekt ein.

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Miranda Cuckson / Christopher Burns

Die Geigerin und Bratscherin Miranda Cuckson verfügt über ein breites Repertoire, das die gesamte Spannbreite von alter bis neuer Musik abdeckt. Als begeisterte und zutiefst engagierte Interpretin, brachte sie im September 2017 das Violinkonzert von Georg Friedrich Haas beim Suntory Festival in Tokio mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter der Leitung von Ilan Volkow zur Uraufführung. Ihre Aufnahme von Luigi Nonos “La lontananza nostalgica utopica futura” für Geige und Elektronik mit dem Komponisten Christopher Burns (Urlicht AV) am Mischpult, wurde “Best Classical Recording of 2012” der New York Times.

Cuckson spielte weltweit, darunter an der Berliner Philharmonie, Carnegie Hall, am Teatro Colón, Lincoln Center, Bodensee Festival, sowie als Solistin mit den Orchestern von Shanghai, Beijing, Jerusalem, und Aspen Music Festival. Sie studierte an der Juilliard School mit Shirley Givens, Dorothy DeLay und Robert Mann.

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Der Komponist, Improvisor und Multimediakünstler Christopher Burns schichtet collage-artig verschiedenartige Materialien und leitet aus deren Kombinatorik innovative Klänge ab. Er studierte an der Standforf Universität, wo er bei Brian Ferneyhough, Jonathan Harvey und Jonathan Berger studierte und 2003 mit einem Doktor in Komposition abschloss. Er ist gleichzeitig als Künstler, digitaler Interpret der Arbeiten von Cage, Ligeti, Stockhausen und Nono, sowie als Konzertproduzent tätig.

Er unterrichtet am Performing Arts Technology department der University of Michigan School of Music, Theatre, and Dance.

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Sandy Gärtner & Auriane Schneller

Sandy Gärtner: “Ich bin geboren im Jahrzehnt, indem John Travolta mit Olivia Newton John tanzte und meine Mam hellgrüne Rundstrickhosen mit Schlag trug. Meine erste Rolle war der Esel in „Die Bremer Stadtmusikanten“ in der Kita, da war ich fünf Jahre alt. Beim „Iah“ entfaltete sich also meine Leidenschaft für das Theater ... und ja: auch ich spielte in Schülertheatergruppen und sang im Gospelchor. Nach dem Abitur ging ich nach Leipzig, um Theaterwissenschaft zu studieren. 2002 bekam ich meinen ersten Job als Projektleiterin für ein Theaterprojekt bei der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. Dort blieb ich bis 2008 als Jugendbildungsreferentin und Koordinatorin für den Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt. 2008 ging ich als Dramaturgin und Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an das Puppentheater Magdeburg und gründete den PSC - Puppenspielclub. 2009 wurde ich Mama und 2012 absolvierte ich die Prüfung zur Staatlich gepr. Erzieherin. Seit 1. April 2013 bin ich selbst und ständig als TheaterGärtnerei unterwegs: spiele selbst für Kids, moderiere diverse kulturelle Veranstaltungen, übernehme das Kulturmanagement für Institutionen u.a. als Künstlerische Leiterin am Salzlandtheater Staßfurt, aber vor allem bin ich Theaterpädagogin.”

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Auriane Schneller
ist eine Forscherin, Erfinderin und Klangkünstlerin
aus Berlin.
Sie ist 7 Jahre alt, hat viel Fantasie und viele Gedanken im Denker.
Sie lebt zur Zeit in Rochester, NY, wo sie auf ihre Eltern aufpasst.

 

 


Duo Cubehog

"Cubehog ist Drumstep / Indietronic aus Magdeburg mit Livegesang und Gitarre. Als sich Ivo Siemonsmeier und Jessica Denecke zum ersten Mal begegnen, sind sie beide noch in anderen Formationen musikalisch tätig. Dass sich diese kurze Zeit danach auflösen, sieht das Musiker-Duo heute als Geschenk, denn es führte sie zusammen. Ivos Stil, irgendwo zwischen handgemachter Musik und Elektronik mit diesen sphärischen Klängen und den progressiven Rhythmen, harmoniert perfekt mit Jessicas souliger Stimme. Kurzerhand wird beschlossen, den musikalischen Weg gemeinsam zu gehen und es entsteht ein Projekt, bei dem man die Liebe für ihre Musik wortwörtlich hört aber auch auf der Bühne zu spüren bekommt."
               - Wenzel Oschington

 

 

Henrik von Coler / Elektronisches Orchester Charlottenburg

Das Elektronische Orchester befasst sich mit der Aufführung improvisierter und notierter elektronischer Musik. Die Anwendung und Weiterentwicklung eigener Instrumente und Konzepte ist dabei von zentraler Bedeutung. Alle Teilnehmer werden über eine zentrale Schnittstelle in Echtzeit gemischt und auf mehrkanaligen Wiedergabesystemen mittels Panning-Verfahren, Higher Order Ambisonics oder Wellenfeldsynthese spatialisiert. Es werden verschiedene Ansätze zur Improvisation und Interpretation elektronischer Musik und ihrer Verräumlichung erprobt und erarbeitet. Vor allem stehen grafische Partituren im Vordergrund, wie etwa Treatise von Cornelius Cardew und The Metaphysics of Notation von Mark Applebaum. Das Orchester besteht seit dem Frühjahr 2017 und ist mit einer Lehrveranstaltung des Fachgebietes verbunden.

website- Elektronisches Orchester Charlottenburg
website- Henrik von Coler

 

 

Bildnachweise:

Miranda Cuckson: John Rogers
Chris Burns / Miranda Cuckson: Nancy Nassif
Peter Pichler: Dietmar Zwick